Am vergangenen Donnerstag kam wiederholt die Neuöttinger „Mahnwache“ am Stadtplatz zusammen. Es sprachen erneut zwei Vertreter*innen der AFD. Dieses Mal traten Herr Wahrlich und Frau Huy auf. Beides Personen, die Flucht und Migration von Menschen ablehnen und mit neonazistischen Kampfbegriffen belegen.
Der Stammtisch gegen Rassismus lud zu Austausch und Diskussion bei Punsch und Tee auf der gegenüberliegenden Seite der Straße. Unter dem Motto PUNSCHISTEN GEGEN RASSISTEN positionierte sich der Stammtisch erneut für die Achtung des Menschenrechts und gegen anderslautende Forderungen der AFD.
Insgesamt kamen 15 Personen zum Austausch bei unserer Punschaktion zusammen. Herzlichen Dank an Euch für die Teilnahme und Unterstützung unserer gemeinsamen Arbeit.
Mehrfach wurde vonseiten der „Mahnwache“ und deren Besucher*innen dazu aufgefordert, an ihrer Veranstaltung teilzunehmen und mit Frau Huy in Dialog zu treten. Dies lehnten alle Anwesenden bei der Punschisten-Aktion ab.
Der Stammtisch wird nicht daran teilhaben, dass rassistische oder neonazistische Begriffe normalisiert werden. Die Fantasien über Ausweisungen und Deportationen von Menschen aus unserem Land haben keine diskutable Grundlage. Rassismus ist keine Meinung. Menschliche Rassen existieren nicht.
Asyl ist Menschenrecht. Asyl ist Grundgesetz. Es gibt keinen Asyltourismus und niemand hat Freude an der Flucht aus der eigenen Heimat. Wir stehen fest an der Seite derer, die vor Krieg und Verfolgung, Hunger und Krankheit sowie Klimawandel und Naturkatastrophen fliehen.
Das erneute Auftreten von Vertreter*innen der AFD stellt eine Etablierung dieser Partei als feste Akteurin dieser regelmäßigen Veranstaltung dar. Ebenso ist es ein Hinweis für den Wandel der vorherrschenden Weltsicht ihrer Teilnehmer*innen hin zu rassistischen und völkisch-nationalistischen Positionen.
Der Stammtisch appelliert eindringlich an die „Mahnwache“ und ihre Teilnehmer*innen, sich von rechtsextremen Parteien und ihren Positionen zu distanzieren. Seien Sie nicht deren Steigbügelhalter. Unterstützen Sie nicht deren Ambitionen, unser Land nach „völkischen“ Aspekten umzugestalten.
